Ablauf

ERGOTHERAPEUTISCHER BEFUND:

 Zu Beginn der Therapie erstelle ich einen umfassenden ergotherapeutischen Befund: ich erhebe eine Anamnese (Fragen zur Entwicklungsgeschichte ihres Kindes und zu dem aktuellen Schwierigkeiten). Durch freie oder strukturierte Verhaltensbeobachtung in Spiel- und Alltagssituationen und den Einsatz verschiedener standardisierter Assessments/Tests lerne ich die Stärken und Schwächen Ihres Kindes kennen. Sie sind im Therapieraum dabei und können in Ruhe ihr Kind in seinem Tun beobachten.

Meine Arbeit orientiert sich dabei am ICF-CY (internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit-Version für Kinder und Jugendliche), an verschiedenen konzeptionellen ergotherapeutischen Modellen und einem betätigungsorientierten Zielfindungsprozess.

ich ersuche Sie, den Verordnungsschein sowie soweit vorhanden schriftliche Befunde vom Kinderarzt oder von anderen Therapeuten zur ersten Stunde mitzubringen.

Für diesen Befund nehme ich mir in der Regel 2-3 Therapiestunden an verschiedenen Terminen Zeit. Darauf aufbauend werden mit Ihnen gemeinsam die Ziele für die Therapie festgesetzt und ein Therapieplan erstellt, der die Stärken des Kindes nützt und wo Schritt für Schritt die herausfordernde Bereichen erarbeitet werden können.

THERAPIE:

Es stehen eine Vielzahl an unterschiedlichen Therapiekonzepten und therapeutischen Ansätzen zur Verfügung, von denen individuell für Ihr Kind ausgewählt und kombiniert werden kann. Je nach Evidenz kommen dabei ein Top-Down-Ansatz oder ein Bottom-Up-Ansatz zum Einsatz.

Besonders achte ich darauf, dass Ihr Kind die Therapiestunde als positiv erlebt. So kommen die meisten Kinder sehr gerne zur Ergotherapie, obwohl sie an Aufgaben herangeführt werden, die sie im Alltag möglicherweise ablehnen oder vermeiden.

Die Freude über die ersten kleinen Erfolge im Rahmen von für das Kind bedeutungsvollen Spielsituationen stärkt und motiviert das Kind zu weiteren Aufgaben. Damit das Erlernte auch in den Alltag übertragen werden kann, arbeite ich mit Ihnen als Eltern sowie auf Wunsch mit anderen Bezugspersonen wie Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen zusammen. Beendet wird eine Therapie immer in Absprache mit den Eltern bei Erreichen der gesetzten Ziele (SMART-Ziele: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert).

Sollte ein Kontrolltermin nach längerer Zeit sinnvoll erscheinen, wird dieser bei Therapieende vereinbart. Zeigt sich die Notwendigkeit einer längeren ergotherapeutischen Begleitung, so gibt es auch die Möglichkeit von Therapieblöcken. Zwischen diesen werden Therapiepausen gemacht, in denen das Kind die erlernten Inhalte festigen und variieren kann. Zu Beginn eines neuen Therapieblockes sind Kind und Eltern dann wieder frisch und aufnahmebereit für die neue Therapie und die neuen Ziele.